Wander-/Reiseberichte 2018

18. November 2018

 

... heute Abend rieselt der erste Schnee im Vorharz ...

 

vorläufiger Saisonabschlussbericht nach einer grandiosen Moped-Saison 2018, die mit Sonne satt nie zu Ende gehen wollte ...

 

Es ist zwar noch nicht Weihnachten oder Silvester, aber heute, mit den ersten Schneeflocken am Abend, ein symbolisches Ende einer wirklich grandiosen Motorrad-Saison 2018.

 

2000 km ´gen Norden oder 1000 km ´gen Osten waren nur zwei wenige Höhepunkte. Das Twinduro-Treffen im Weserbergland, das Transalp-Tiefsandfahren im Meck-Vorpommern, das Dominator-Treffen in Hessen, das XL-Nord-Treffen, der Alpenurlaub, das XL-Südtreffen ...

 

Umbauten, Nachwuchs-Enduros, endlose Abendrunden, Harzwanderungen, Trialabende, Benzingespräche, Wartungen, Reifenwechsel, Pflege, Pflege, Pflege ...

 

Jetzt bin ich auf meine Jahres-Kilometerleistung gespannt. Ab 01.12. werden die Tachostände notiert und gerechnet ... sicher seit Jahren ein neuer Rekord und die Ziele für 2019 werden immer Konkreter ...

 

Schaut Mitte Dezember wieder rein, schreibt mir bei Gefallen einen Kommentar ins Gästebuch oder schreibt mir eine persönliche Nachricht ... ich freue mich!

 

Bilder zeigen einige Herbstimpressionen aus den letzten Wochen:

 04. - 06. September 2018

 

Honda Afrika Twin RD04                 Wetter: trocken, sonnig bis 27 Grad

 

1000 km immer ´gen Osten

 

Sachsen - Tschechien - Polen

 

Klettern im Elbsandsteingebirge und Rundfahrt im Zittauer Gebirge

 

 

 

Touren-/Ettappenberichte hier nachfolgend zu lesen .... Freue mich gerne auf persönliche Kontakte, Meinungen etc. über mein Gästebuch!

1. Tag, Dienstag 04. September 2018                 400 km Fahrstrecke

 

Anreise über die Harzhochstraße, Thüringen, Sachsen in die Sächsiche Schweiz - Campingplatz Bad Schandau ...

 

Link zur Tourstrecke

 

Bericht:

Wie ist es zu der Idee gekommen? Es war vor 28 Jahren, als ich damals 1990/91 vom Bundesgrenzschutz aus, die neue Grenzüberwachung im Dreiländereck CZ - PL - D mit aufbauen durfte. In dieser Zeit hatte Deutschland schon mit einer großen Flüchtlingswelle aus dem Balkan zu kämpfen... aber jetzt keine Politik ...

 

Es war an der Zeit, diese Vergangenheit mal wieder aufzuarbeiten... was hat sich dort Verändert, wie Leben die Menschen heute dort ??? Viele offene Fragen und nur eine Antwort: dort fahr ich mal hin und zwar nur mit dem Moped und dem Zelt... Weiterhin hatte ich das Elbsandsteingebirge mit mächtigen Felsen in Erinnerung, ja auch ein toller Klettersteig soll dort entstanden sein...

 

Welche Enduro nehme ich, war die zweite Frage, die ich mit stellte? Die CRF 250 Rally war klar der Favorit, hatte sie mich doch auf der 2.000 km Tour immer ´gen Norden sehr gut begleitet. Aber Nein, ich hatte ja noch mein "Dickschiff" die alte Afrika Twin RD04. Da ich für die An- und Abreise auch einige Autobahnkilometer abzureißen hatte, gönnte ich mir mal den Luxus von 750 ccm und 50 PS. Transportprobleme für Gepäck gab es mit der AT überhaupt nicht. Wählte aber bewusst meine bislang sehr gute Minimalausstattung. Die beiden Seitenkoffer wähle ich für meine zusätzliche Wander- bzw. Kletterausstattung und als Zwischenlager für die Bekleidung unterwegs am Wanderparkplatz. Reservebenzin benötigte ich nicht extra mitzunehen ... aber weit gefehlt!! Die AT schluckt mit 5,5 bis 6 Liter auf 100 km gleich doppelt so viel Sprit als die sparsame Rally. Eine Fahrstrecke von ca. 300-400 km schaffte sie zwar mit ihrem dickem Tank, aber nicht gerade viel mehr als die Rally ...

 

Nein, gleich auf die Bahn wollte ich nicht... Der Weg ist das Ziel, auch ´gen Osten ... Ich wählte die Harzhochstraße (B242) über Braunlage (Niedersachsen), Harzgerode, Hasselfelde (Sachsen-Anhalt), Wippra, um östlich von Sangerhausen auf die A38 zu gelangen (Thüringen). Das Wetter war traumhaft schön, die Landschaft genoss ich und der Ostharz zeigte sich mir von seiner schönsten Seite. Die Zeit rauschte langsam vor sich hin, immer wieder mal ein Stopp für eine Fotoaufnahme und weiter ging es ...

 

Über die A38 umfuhr ich südlich Leipzig... eine schöne, neuwertige Autobahn, Tempo 110 - 120 max. aber Spaß und Freude kam hier überhaupt nicht auf. Ich versuchte mich an der Landschaft etwas abzulenken... Nein Autobahnfahren mit Moped ist  nichts für mich. Über die A14 erreichte ich das Kreuz Nossen, weiter auf der A4 und A17 südwestlich an Dresden vorbei. Vorfreude auf die Autobahnabfahrt und angekommen in der Vergangenheit in Sachsen, dass 4. Bundesland heute ...

 

Vor dem Ettappenziel, dem Campingplatz in Bad Schandau im Kirnitzschtal, durchstreifte ich noch das westliche Elbsandsteingebirge, also westlich der Elbe. In Königsstein erreichte ich die Elbe. Das Niedrigwasser war aufgrund der Trockenheit deutlich zu sehen, kleinere Schiffe fuhren aber weiterhin. Ja, hier war ich schon mal und schön ist es hier. Die B172 fuhr ich gleich mal entlang der Elbe zum ehemaligen Grenzübergang Schönau/Hrenso (CZ). Ja, die Verkaufsstände mit Zigaretten, T-Shirts, Bastkörben, Vogelhäuschen und und und wie Früher ... 

 

Rein ins 25 km lange Kirnitzschtal und einmal hin und zurück von Bad Schandau bis Hinterhermsdorf. Auf der ersten Hälfte begleitete mich ständig die älteste Straßenbahn Deutschlands (außerhalb von Ortschaften) und dessen Straßenbahnschienen. Das kleine Flüsschen Kirnizsch, Wanderparkplätze und mächtige Sandsteine sowie Kurven, Kuven, Kuven blegleiteten mich zurück zum Campingplatz Ostrauer Mühle, wo ich für zwei Nächte mein Zelt aufbaute. Es war 17 Uhr, nach 8 Stunden und 400 km reichte es für heute. Es gab einheimischen dunkeles Eibauer Bier und eine leckere Bohnensuppe auf meinem Gaskocher... gute Appetit und gute Nacht! 

2. Tag, Mittwoch 05. September 2018    

 

EXTREME - Gegensätze

 

20 km Wander-/Kletterstrecke

150 km Motorrad-Tourlänge

 

Klettern, Wandern, Ruhe, Natur ... 

 

CZ - PL Runde am Abend in den Ursprung der Menschheit ...

 

Es war vorweg genommen eines der härtesten aber auch emotionalsten Tage, die ich je erlebt habe...

 

Früh um 08.20 Uhr wanderte ich gut 5 km entlang der Gleise der Kirnitzschtalbahn zum Ausgangspunkt meiner Klettertour, zum Beuthenfall. Über die Häntzschelstiege (einem Klettergebiet für Geübte mit Kletterausstattung) erlebte ich die Natur und die Nähe zum Himmel ... es war für mich ein Traum, mitten in der Natur solch eine Felslandschaft in knapp 500 m Höhe erklettert zu haben... Über die Carolafelsen, Affensteine, Schrammsteinaussicht gelang ich um 14.30 Uhr wieder zurück am Campingplatz. Erschöpft vom ständigen hoch und runter, aber auch von den vielen Natureindrücken. Die Sonne meinte es wieder von ihrer schönsten Seite und ich träumte bei einem Nickerchen im Zelt.

Wander-/Klettertour

 

Nach dem Duschen und einer kleinen Kaffeemahlzeit vor dem ortsansässigen Netto-Markt in Bad Schandau, startete ich das Abendteuer in das Zittauer Gebirge. Gleich nach dem Grenzübergang tankte ich in CZ für umgrechnet 1,23 € / Lieter Benzin meine AT voll. Über kleinste Wege arbeitete ich mich von Dorf zu Dorf und von Kilometer zu Kilometer immer ´gen Osten. Das Ziel war Zittau und der Grenzübertritt zu Polen. Ich wollte dort um 19 Uhr ankommen, um die Rückfahrt noch bei Tageslicht fahren zu können.... (vorweg genommen, daraus wurde nichts...). Ursprung vom Leben sah ich an jeder Ecke, in jedem Dorf, dass ich mit meiner Honda Afrika Twin durchfahren bin. Alte Menschen mit Zahnlücken, spielende Kleinkinder die winkten, rauchende Schornsteine an den grauen und brauen Häusern und und und.... Wo war ich angekommen. Zivilisation, Wohlstand, Urlaub, Luxus ...? Hier jedenfalls, in einer einfachen, vielleicht auch armen Region im tiefsten östlichen Europa, nur einem Steinwurf von Deutschalnd entfernt NICHT !!!

 

Ich fühlte mich nicht Fremd aber auch nicht immer ganz wohl. Anpassen konnte ich mich mit meiner dicken HONDA und der Endurobekleidung nicht. Anpassen an die Ruhe und der Entschleunigung schon. Ich nahm die Eindrücke mit ins Zittauer Gebirge hinein in die Kreisstadt Zittau und über die Oder-Neiße-Grenze nach Polen. Es war 20 Uhr und die Sonne verschwand langsam am Horizont. SCHADE, Polen nur mit einem Dorf durchfahren aber die Eindrücke waren noch schlimmer geworden...

 

Es steigte die Vorfreude auf weiteres Abendteuer auf zwei Rädern ´gen Osten... dieses folgt sicher solange mich meine Gesundheit trägt. Das Baltikum, Finnland, Norwegen, Nordkapp ... Ziele für 2019 !!!

 

Es wurde immer dunkeler, die Rückfahrt immer einsamer aber auch schöner. Kleine Straßen, Kurven aber auch Gefahren aufgrund der Dunkelheit im unbekannten Gelände... Ich schaffte es bis 21.30 Uhr auf dem Campingplatz zurück zu sein. Es waren nur 150 km aber diese in 5 Stunden!!! Gaskocher, Hühnersuppe und wieder zwei dunkele Bier zum Abschluß eines Tages mit unterschiedlichsten EXRTEMEN ...

3. Tag

Donnerstag, 06. September 2018                     420 km

 

Eine Tour geht zu Ende, ich komme wieder zurück in den Osten ...

 

Vom Osten zurück in den Westen ... Harzhochstraße und Schwimmen in der Okertalsperre

 

Bericht:

 

Ja, familiäre Gründe und eine Wettervorhersage mit Regen am Freitag,  beschließen mich für eine Rückfahrt für den heutigen Donnertag... Ich genoss noch einmal den sonnigen Morgen auf dem Campingplatz mit einem ausgiebigem Frühstück und netten Campinggesprächen auf dem Platz. Meine Zeltnachbarn aus Belgien zogen weiter nach Tschechien, was von der Natur noch viel zu bieten haben soll ... Ich packte mein Zelt ein und fuhr erneut entlang der Elbe über den Grenzübergang nach Tschechien bis DECIN und dem Höhenzug  Tiske steny. Die Belgier hatten recht, Tschechien ist eine weitere Reise wert. Nach langwirigen Autobahnkilometern und einem Megastau nördlich von Leipzig erreichte ich am Nachmittag wieder den Ostharz. Ich war wieder angekommen, in unserer Natur vor der Haustür, die ich mit meinen Endurowandertouren sehr zu schätzen gelernt habe... Einen Schwimmabstecher in der Okertalsperre und frisch am Abend wieder auf dem Hof angekommen. Eindrücke, die ich bis heute noch nicht verarbeitet habe ...

 

Fazit zu dem Motorrad:

Ich hatte nun zwei längere Touren mit meinen Honda´s CRF 250 Rally und der älteren Afrika Twin RD 04 in diesem Jahr gefahren. Beide ideale Reisemotorräder, aber auch beide Unterschiedlicher den je. Zuverlässigkeit bei HONDA kein Problem. Fahrspaß, gerade auf kleinsten Straßen auch mit beiden Modellen gut zu händeln. Abseits von Straße auf Schotter und Sand ganz klar die Rally vor der AT. Leichtigleit, Verbrauch und somit Reichweite geht auch ganz klar an die Rally. Gepäckluxus kostet hat Benzin und büsst die Leichtigkeit ein. Auf der AT ist man eher auf Straßen gebunden, die Rally befährt alles (je nach Leistung des Fahrers). Ich bin dankbar beide Modelle zu haben und zähle hier die Dominator, die Transalp und die XL600 natürlich als Reisetauglich zwischen beiden mit ein...

 

Danke für einen Kommentar im Gästebuch ...


 22. Juli - 26. Juli 2018

 

mit der CRF 250 Rally

über 2.000 km entlang der dänischen Westküste,

über die Insel Mando und Hirtshals, zum Skagerrak

 

 

                               Alle 5 Etappen-Berichte nachfolgend .... viel Spaß !!

 

 Bild zeigt die Überfahrt zur  Insel Mando

 

 

  

1. Etappe     (370 km)              Sontag 22. Juli 2018                   sonnig + 28 Grad           

 

Bad Harzburg - ´gen Norden - Elbfähre - Etappenziel Campingplatz Oase an der Eider (10.30 bis 19 Uhr)

 

Streckenführung

 

Foto zeigt die Elbfähre Wischhafen - Glückstadt

 

Jetzt ging es los, ´gen Skandinavien .... meine erste überregionale Mopedtour, Solo mit Zelt, Karten und Navi, auf der nun einjährigen Honda CRF 250 Rally (aktueller Kilometerstand: 4.700), die mich 2019 über das Baltikum zum Nordkap führen soll.

 

Ich startete bewusst auf einem Sonntag, um stressfrei durch Norddeutschland zu kommen. Ich wähle ausschließlich Bundes- und Nebenstraßen. Um 10.30 Uhr, nach dem Familienfrühstück, ging es über Braunschweig, Celle, Soltau, Jork, ins "Alte Land", südwestlich von Hamburg, wo die Apfelplantagen sich aneinander reihten.

 

An der Elbe angekommen, traf ich gleich auf einen der schönsten Plätze. Einem Ausflugsziel mit Kaffeeständen, Mopedtreff und Wohnmobilstellplatz. Eine frische Priese ströhmte über den kleinen Steindeich, wo bereits zahlreiche Ausflügler die Blicke auf die Segelboote oder Containerschiffe warfen. Ich schloss mich dieser Ruhe mit einem Pott Kaffee an ...

 

Wenige Kilometer weiter nutzte ich eine traumhafte Badestelle am Grünendeich für eine Abkühlung in der Elbe. Die Temperaturen stossen bei strahlendem Sonnenschein ´gen 30 Grad Marke. Über die Elbfähre Wischhafen-Glückstadt (Mopedfahren fahren immer an der Schlange nach vorne ...) wechselte ich die Elbseite nach Schleswig-Holstein und überquerte den Nord-Ostsee-Kanal. Plötzlich kilometerlange Absperrgitter an abgemähten Wiesen??? WACKEN, das Musikfestival stand für das kommende Wochenende an. Zufällig bin ich mal vorbei gefahren. Das erste Etappenziel, der wunderschöne Naturcampingplatz "Oase" an der Eider, erreichte ich um 19 Uhr, nach 370 gefahrenen Kilometern. Der nette Platzwart zeigte mir meinen Frühsonnen-Zeltplatz mit Blick auf die Eider und einem Campingplatzinternen kleinen Pool. Nach einem Bad in der Abendsonne köchelte mein Campingkocher eine kleine warme Mahlzeit. Ich genoss die Ruhe, die Fremde und den herrlichen Blick auf die Eider bei einem döschen Bier ...

Bilder der 1. Etappe:

2. Etappe (345 km) 

 

Montag 23. Juli 2018                                 wolkig -sonnig 28 - 30 Grad

 

Streckenführung

 

Von der Eider über die grüne Grenze nach Dänemark - Insel Romo und Insel Mando zum Etappenziel Ringkobing Fjord (09.15 - 18 Uhr)

 

Foto zeigt die Wattüberfahrt zur Insel Mando

 

Nach einem sonnigem Zeltabbau an der Eider, startete ich um 09.15 Uhr weiter ´gen Norden Richtung dänische Grenze. Ich verblieb noch einige Kilometer auf kleinsten Wegen entlang der Eider bis Friedrichsstadt. Dort kaufte ich Frühstück um dies am Grenzübergang zu mir zu nehmen. In Niebüll verlies ich die Bundesstraße 5 Richtung Klaxbüll / Grenzübergang Rudbol. Mich begleitete dort auf einige Kilometer der gleichschnelle Autozug ´gen Sylt. Am Grenzübergang fand ich ein ruhiges Plätzchen an einem Biotop vor. Ich war angekommen, im ruhigem Dänemark ...

 

Nach dem Frühstück wartete bereits einer meiner Zwischenziele auf mich. Die Insel Romo wurde über den Straßendamm erreicht, um am endlos langem Strand Tiefsand mit meiner Rally zu fahren. Nach einer kurzen Verweildauer verlies ich die Sandinsel wieder, um erstmals über das Watt die Insel Mando zu erreichen. Hier richtet sich die Überfahrt nach den Gezeiten, ohne fester Straße, auf losesm Schotter und zahlreichen Wasserdurchfahrten. Die Strecke im Sommer zu fahren, schien mir weniger beängstlich zu sein. Im Frühjahr oder Herbst hätte ich schon einige Zweifel, trockenem Fußes anzukommen ...

 

Über Riebe (Währungstausch in DKK und ein weiterer Tankstopp), fuhr ich an Esberjerg vorbei. Ich hätte noch weitere Sehenswürdigkeiten ansehen und befahren können, letztlich lag mein ZIEL aber ganz oben im Norden des Skagerraks. Es war schon 17 Uhr und ich erreichte den Ringkobing Fjord. Ja, dies wurde mir jetzt deutlich, dass es an der Westküste und je weiter es ´gen Norden geht, immer schöner wird ...

 

Ich kreuzte noch die Hafenstadt Hvide Sande, um etwas nördlicher einer Campingplatz fürhr die Nacht anzufahren. Hier habe ich mit dem Lynving Campingplatz ein echtes Glückslos gezogen, was sich im Verlauf der späteren Rückreise nochmals verdeutlichen wird. 18 Uhr, 345 gefahrene Kilometer, Zeit zum Zeltaufbau (in den Sand-Dühnen), Duschen und Essenszeit ... der Sonnenuntergang am Strand lies mich von weiteren schönen Tagen träumen ...

 

Bilder der 2. Etappe:

3. Etappe (370 km)

 

Dienstag 24. Juli 2018                 sonnig, Seenebel bis + 33 Grad

 

 

Streckenführung

 

"Königsetappe" vom Ringkobing Fjord entlang der Westküste über Thyboron (Fähre) - Nationalpark Thy nach Hanstholm - weiter auf zahlreichen Offroadpassagen in die Hafen- und Fährstadt Hirtshals - schließlich bis zum ZIEL Skagen (09.30 bis 19 Uhr)

 

Foto zeigt den Hafen Hirtshals (Fähren nach Norwegen)

 

Tag 3 im Tagebuch ... Es sollte eine "Natur-Etappe" weiter entlang der Westküste ´gen Hirtshals werden. Dort wollte ich mir den Fährhafen Richtung Norwegen ansehen um dies für die geplante Nordkaptour 2019 evt. als mögliche Route einzuplanen... Es wurde mehr !!! Standdige landschaftliche schöne Eindrücke, Sonnenschein über die gesamte Etappe, steigendende Temperaturen von deutlich über 30 Grad und legale Offroadpassagen, die genau nach meinen Geschmack verliefen. Der Start begann nach dem sonnigen Zeltabbau schon sehr bewegend. Einsame Ruhe auf den Straßen ´gen Norden. Scheinbar schläft Dänemark noch. Diesen Eindruck hatte ich auf wenige Ausnahmen an Touristenzentren den ganzen Tag ... Über den Nisum Fjord, mit weidenden Rindern auf den sandigen Wiesen ging, es nach Thyboran, einer Hafenstadt mit Fährverbindung um weiter auf der 181 ´gen Norden zu kommen. Kleine Fähren sind immer eine gelungene Abwechselung als Mopedfahrer... Durch den Nationalpark Thy erreichte ich immer über die 181 die Hafenstadt Hanstholm, wo ich am Hafenkai mein Frühstück einnahm.

 

Anschließend war das Etappenziel Hirtshals anvisiert. Ich wählte die kleinsten Straßen, die auf der Karte eingezeichnet waren. Ja, diese führten sogar mein Garmin 390 Navi ... Es wurde die Offroadzeit eingeläutet. Kies, Sand, kilometerlange Ruhe. Mühsehlig schraubte der Tacho seine Kilometer. Trocken und durstig wurde meine Kehle.. In Lokken wechselte ich mehr als zufrieden wieder auf die B55 um Hirtshals zu erreichen. Plötzlich aus dem nichts, eben noch Sonne pur, Seenebel vom Skagerrak kommend in die Hafenstadt ziehend ... ein Naturschauspiel. Riesengroße Fähranleger in die großen norwegischen Hafenstädte Bergen und Kristiansand. Ich erwischte mit der Kamera gerade das Auslaufen eines Fährkatemarans. Und schon verschwand dieser im Seenebel ´gen Norwegen. Ja, ich verblieb noch eine weile in der Hafenstadt, entschied mich dann aber doch hier nicht nach einem Nachtlager zu suchen. Stattdessen wählte ich mein Hauptziel Skagen. Der Sonne wieder entgegen fuhr ich ins Ungewisse. Ende Dänemarks, Skagerrak und Kattegatt, Nordsee stößt auf Ostsee ... Ich spürte deutliche Erschöpfung auf der heutigen dritten "Königsetappe". SKAGEN, zunächst durchfuhr ich eine wunderschöne Hafenstadt mit gelb-/weißen Häusern, Hafenanlagen und viel grün mit anschließenden Sandstränden. "Green" war die Bezeichnung für mein Ziel meiner Tour. Der letzte Leuchtturm ersetzte ein altes noch vorhandene Leuchtfeuer, und eine Windhose aus Kupfer zierte den letzten befestigten Punkt Dänemarks. Massentousismus, das Sylt der Dänen, wenige deutsche Urlauber zu sehen?, der erste Campingplatz war rappelvoll, der Paul Egg Campingplatz hatte noch einen Streifen für Moped- und Radzelter. Der Abend wurde zwischen der Nord- und Ostsee am alten Leuchtfeuer verbracht. Angekommen am 3. Tag. Mal dagewesen aber sicher kein zweites mal. Die naturnahe Ruhe vom Tag überwog aber meine touristische Enttäuschung von Skagen... So wird es mir am Nordkap sicher auch gehen... aber der Weg war das Ziel ...

 

Bilder der 3. Etappe:

4. Etappe (325 km)

 

Mittwoch 25. Juli 2018                                    sonnig + 30 Grad

 

Streckenführung

 

... wieder ´gen Süden ... "Verbindungsetappe" von Skagen zurück an die Westküste zum Ringkobing Fjord - über Aalborg, Limfjorden, Skive, Holstebro - 09.45 bis 16 Uhr danach Strandtag :)

 

Foto zeigt einen alten VW T2 als Werbedeko in Skive

 

Tag 4 im Tagebuch ... meine ursprüngliche Planung war die Rückreise entlang der Ostküste Dänemarks ... aber schon vor Skagen entschied ich mich, meine positiven Eindrücke entlang der Westküste noch einmal zu vertiefen und ein Teil dieser Strecke auch für den Rückweg zu wählen. Ich bin heute der Meinung, dass Dänemarks Westküste deutlich mehr Landschaft, Ruhe und Offroadmöglichkeiten bietet ...

 

Ich baute für den heutigen Tag eine sogenannte "Verbindungsetappe" von Skagen zurück zum Lynvig Campingplatz am Ringkobing Fjord (siehe Streckenplan). Auch hier ohne Autobahnen oder langen Bundesstraßen. Der Vortag, mit gut 9 Stunden Mopedfahren inkl. Offroadstrecken, Eindrücken über Eindrücken und der Wärme, schlauchte schon gewaltig ... Ich kam sehr gut durch. Nach Aalborg, durch dessen Großstadt ich verkehrsbedingt nicht einmal stoppen musste!!!, frühstückte ich wie gewohnt am späten Vormittag. Weiter ging es nun immer südwestlich entlang des Limfjorden. Nachdem mich das Navi zu einer Fähre führte, muste ich kurzerhand mal nachjustieren und hatte es nun. Wieder gut 15 km sandige Offroadstrecke. Hier teilweise mit Tiefsand, was wieder zur Kopfsache wurde ...Nach Skive ging es über Holstebro zügig zurück nach Ringkobing. "Ist mein schöner Dünenzeltplatz noch frei",  fragte ich mich mit Vorfreude auf einen bevorstehenden Badetag in der Nordsee. Zurück auf dem sehr schönen Dünencampingplatz am Ringkobing Fjord begrüsste ich herzlich die Damen in der Rezeption. "Wieder da, alles wie Vorgestern" ... und schon fand ich tatsächlich auf meinem alten Stellplatz wieder eine Bleibe ... Ruhe, Strand, schwimmen war für den Rest des Tages angesagt ... gut so, denn es folgte noch die 5. Abschlussetappe mit einer ungeplanten Entscheidung ...

 

Bilder der 4. Etappe:

5. und Abschluss-Etappe (610 km)

 

Donnerstag 26. Juli 2018               sonnig, heiß + 33 bis 40 Grad

 

Streckenführung

"Mega-Ettappe" bei bis zu + 40 Grad und 610 km vom Ringkobing Fjord über Nordfriesland - der Elbfähre - Altes Land - Soltau - Bergen - Celle - Braunschweig in den Harz zurück - Ein Test für Mensch und Technik ...

(09.30 bis 21.15 Uhr) 

 

aktueller Km-Stand CRF 250 Rally: 6.710 km

 

Bild zeigt den Rinkobing Fjord bei Hvide Sande

 

Nach enem wunscherschönen Badetag am Ringkobing Fjord (Camping Lyngvig), hieß es am 5. Tag Abschied zu nehmen vom wunderschönen Dänemark ... Ziel war die Elbfähre Glückstadt/Wischhafen, um an der Elbe noch eine Nacht im Zelt zu verbringen. Es kam ganz anders!

 

Schon bei der Abfahrt vom Campingplatz um 09.30 Uhr bemerkte ich, dass es der heißeste Tag werden wird. Keine Wolke über den ganzen Tag am Himmel. Schon am Grenzübergang Rudbol war es fasst unerträglich heiß. Ich traf auf zwei Radwanderer, die auf den Weg nach Hause in Frankreich waren ... Respekt Nr. I und ich locker mit Moped!!! Also nach dem Frühstück weiter durch Nordfriesland, über die Eider, dem Nord-Ostsee-Kanal in Richtung Elbfähre Glückstadt. Wieder lange Warteschlangen, aber wie am ersten Tag durften Mopeds ganz nach vorne fahren. Die Überfahrt vorne am Bug der Fähre sorgte für etwas Abkühlung, aber schon beim Herunterfahren mit Sicherheitskleidung lief es wieder dem Rücken herunter. Ich traf wieder auf zwei Franzosen. Das Pärchen war mit ihrer 1200er GS auf dem Rückweg vom Nordkap nach Frankreich. RESPEKT Nr. II. Sie waren mit 3 Alukoffern, drei Bigpacks und zahlreichen Tanktaschen schon 3 Wochen per Zelt per Sozius unterwegs ...

 

Seitenwechsel der Elbe, wieder lange Warteschlangen... plötzlich drei Zündapp KS50 Mopeds aus den 80ern !!! Alle Fahrer so um die 30 - 35 Jahre... auch sie hatten sicher eine tolle Tour vor sich ... Über das Alte Land kannte ich meine Badestelle an der Elbe. Keine 60 Sekunden und ich schwamm zur Abkühlung in der Elbe. Auch wenn es nur für kurze Zeit eine Abkühlung war ... herrlich!

 

Es war so gegen 16 Uhr als ich den Entschluss fasste, nicht noch mal alles auf einem Campingplatz aufzubauen. Die Hitze war dafür einfach unerträglich... Ich wälte nach bereits über 6 Stunden Fahrzeit den Heimweg - es wurden am Ende der Etappe ganze 610 km. Ein Test bei diesen Bedingungen für Moped und Fahrer. Beide haben es überstanden!!

 

Die letzten Kilometer von Braunschweig in den Harz nahm ich bewusst das Gas weg und träumte von den letzten 5 sehr schönen Tagen ganz im Norden und von meinem Vorhaben 2019 das Nordkap zu erfahren. Der Sonnenuntergang im Rücken gab mir die Träume, die ich hoffe erleben zu dürfen.

 

5 Tage - 2.010 km - Sonne, Seenebel - 0 % Niederschlag - Temperaturen von 28 bis 40 Grad - ca. 5 % Offroadstrecke (immerhin ca. 100 km!!) - CRF 250 Rally ohne Ölverbrauch und ohne Panne - immer ca. 3 Liter / 100 km - ausreichendes und gutes Gepäcksystem - immer zu wenig Trinkwasser und immer auf der Suche nach einem (zwei bis drei) Feierabend-Bierchen ...

 

Danke für einen Kommentar in meinem Gästebuch und stellt gerne Fragen ...!!

 

Bilder der 5 Etappe:


                                 28. Juni bis 15. Juli 2018

 

Allgäutour und Honda XL-Südtreffen in der Schwäbischen Alb

 

Honda XL600 RM                          Wetter: meist sonnig und trocken

 

Tourlänge: ca. 1050 km    Streckenverlauf Allgäu und Region Schw. Alb

 

Mit VW-Bus und Anhänger ging es in das Bergdorf Hinterstein ins 650 km entfernte Allgäu. Dort verbrachten wir 13 Nächte, um Berg- und Motorradtouren zu unternehmen. Der Erholungsfaktor fand an  Bergseen und Naturbädern statt. Auf den Rückweg stoppten wir für 3 Tage in der Schwäbischen Alb, um am Honda XL-Südtreffen in Grübingen teilzunehmen. Eine kleine Bilderauswahl zeigt die fantastischen Eindrücke von Natur, Bergen, Seen und Motorrad-fahren ... für mich und meinem 16 Jährigen Sohn ein Traum ...

 

Einige Schlagwörter: Oberjochpass, Riedbergpass, Rauhhorn 2248 m, Bschießer 2000 m, Ponten 2050 m, großer Albsee, Hittisau (A), Schrecksee auf 1860 m, Tannberger Tal (A), Vilsalpsee, Zipfelsalpe, Hirschberg, Willersalpe, Gruibingen, Blautopf,  .....

 

aktueller KM-Stand XL 600 RM: 29. 030


                                    15. - 17. Juni 2018

 

30. Jahre Honda - Dominator  -   18. Intern. Treffen in Herbstein

 

Honda NX 650 Dominator                      Wetter: bedeckt/sonnig/trocken

 

Tourlänge: 733 km                                      Streckenverlauf An-/Abreise

 

Link zum NX 650 Forum

 

aktueller KM-Stand Honda Dominator: 35.458 km

 

Bilder:


                                       24. - 27. Juni 2018

 

Honda XL-Nordtreffen am Uhlenkörper Ring, Kreis Uelzen

 

Honda XL 600 RM - PD04                                  Wetter: sonnig, trocken, heiß !!!!

aktueller Km-Stand: 28.010 km

 

Das 18. Honda XL-Nordtreffen auf dem Uhlenkörper Ring bei Uelzen ist nun schon wieder Vergangenheit. Es war vom Wetter die "Superlative" schlecht hin!! Der typische Uelzener Gewitterregen bleib in diesem Jahr aus, stattdessen Hitze und staubige Pisten die die Luftfilter zusetzten ... Von der Straßenausfahrt zum Schloss Brome, der traditionellen Geländeausfahrt mit Achim durch die sandige Heide (inkl. Wasserdurchfahrt) und klasse organisiertem Programm auf und an der Strecke, Pokalehrungen, Lichtbildvortrag, Lagerfeuer und zahlreiche Benzingespräche ... Klasse!!! Einige Impressionen anhand der nachfolgenden Bilder:


 22. Mai 2018 - 19:17 Uhr                                  Honda Africa Twin RD 04

 

Die letzten 50 km zu den 100.000 Kilometer ....

 

Africa Twin ist wieder auf 00.000 km ....

 

Die Legende hat es mal wieder geschafft... Wie zuvor tausende der Twin´s hat auch meine Africa Twin nun die 100.000 km Marke erreicht. Es ging auf eine 65 km Abendrunde durch den Harz.

 

Route: Goslar - Oker - Okertalsperre - Altenau - Claustal-Zellerfeld - Festenburg/Kiefhölzer Teich - Schulenberg (99.999,0 km) - Abzweig Okertalsperre (99.999,9 und der Wechsel auf 00.000 km) - Romkerhaller Wasserfall - Oker - Bad Harzburg

 

Bilder der Tour und des Neustarts:


                                  08. Mai 2018                 

 

Honda CRF 250 Rally      Tourlänge: 205 km    Wetter: sonnig + 25 Grad

 

 

Endurowandern ins Harzer-Selketal - "Geschafft" alle 222 Wanderstempel im Buch ... - Krönung zum Harzer Wanderkaiser in Blankenburg

 

 

Streckenführung

 

 

Bericht:

 

Gleich einen Tag nach dem Twindurotreffen im Weserbergland (siehe "mit der Jugend unterwegs"), plante ich aufgrund der Schönwetterlage eine erneute Wandertour im Ostharz. In meinem Stempelbuch hatte ich noch 5 weiße Felder, um nach 3 1/2 Jahren den Wandertitel "Harzer Wanderkaiser" mit allen 222 Stempeln erreicht zu haben. Es ging ins Seleketal, wo ich mich zur Wochenmitte so gut wie alleine in der herrlichen Natur aufhalten durfte.  "Das tat gut für Kopf und Seele" ... Auf der Burgruine Anhalt war es dann am frühen Nachmittag soweit! Der letzte von 222 Stempeln stand an. Ein tolles Gefühl .. Mit Stolz fuhr ich über Blankenburg zum Servicebüro des HWN. Ehrung mit Geschenk, Urkunde und handgefertigte Brosche aus Harzer Gestein mit Goldplakette als Unikat!

 

Meine Rally hat mich im letzten halben Jahr perfekt auf der Wanderschaft begleitet und sorgte für reichlich Offroudspaß ...

 

Es geht weiter ... das 2. Stempelbuch ist bereits in Arbeit ... und weitere Berichte folgen ...

 

                                                                                                                                                                                  aktueller KM-Stand CRF 250 Rally: 4200 km

 


                                   27.04.-01.05.2018  

 

sonnig +8 bis +20 Grad         Honda Transalp PD06             Streckenlänge: 750 km

 

Grobstollertreffen der Transalpfreunde in Alt-Jabel / Mecklenburg Vorpommern

 

Streckenführung (An- und Rückfahrt)

 

Bericht:

 

29 Jahre aus Erstbesitz Honda Transalp XLV 600, erste Baureihe PD06 Model ´89 ...  Erstmals sollte sie nach all den vielen Jahren auf ihre Endurotauglichkeit getestet werden. Es gab meinerseits einige Vorbereitungen, damit der sehr gute Originalzustand möglichst schadlos erhalten bleibt. Sturzbügel wurden montiert und für die zahlreichen Sandpassagen sollten laut Veranstalter TKC 80 montiert sein. In all den Jahren bin ich bestens mit den Metzeler Tourance zurecht gekommen. Jetzt steht sie erstmals auf Stollen und ist eine echte Enduro ... auf gehts nach Alt Jabel, in die Mecklenburgische Elbaue zum Grobstollertreffen der Transalpfreunde Deutschland e.V.

 

Für die rund 200 km Anfahrt wählte ich ausschließlich kleine Nebenstraßen, sodass die Strecke gleich zu einem ersten Erlebnis wurde. Über den Elm streifte ich die VW-Stadt, Brome, Salzwedel hinein über Sachsen-Anhalt in die Elbaue von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, vorbei durch das Atomzwischenlagergebiet Lüchow, Dannenberg und Gorleben ...

Über die Dömitzbrücke war das Ziel in greifbarer Nähe. "Alt Jabel" ein Ort, der schon auf der Streichliste der Politiker stand, da sich in unmittelbarer Nachbarschaft das gesperrte, mit Altlasten belastete Mititärgebiet der ehem. Sowejtunion befindet  (Truppenübungsplatz Lübtheen)...

 

Auf dem Gelände der dortigen Waldschule empfing mich freundlich der Rüdiger von den Transalpfreunden Deutschland und wies mir neben einem Stellplatz für meine Alp einen netten Bungalow für die kommenden 4 Tage zu. Stefan, mein Bugalowmitbewohner, würde erst am Samstag anreisen, sodass ich die erste Nacht für mich war.

 

Die folgenden Tage übertrafen in allen Dingen meine Erwartungen!!! Verpflegung TOP, 3 Offroudausfahrten TOP, meine alte Dame TOP, was sie im Gelände nach 29 Jahren alles so leistet... Ich bin baff und stolz wie Bolle auf meine HONDA. Die Reifenwahl war perfekt für den Tiefsand, meine Kopfbremse löste sich am 3. Tag und dann Gas, Gas, Gas ...

 

Klasse Treffen, Ausfahrten, Landschaften und Mopedfahrer ... 2019 gerne wieder -- DANKE!!!


18. - 19. April 2018                bis + 25 Grad sonnig            CRF 250 Rally        Strecke: 303 km

 

" Harzquerung mit Ostharzumrundung  - Ausrüstungstest am Harzcamp- Bremer Teich"

 

Vorwort: Nach dem hartneckigen Winter folgt scheinbar direkt der Sommer ... Also höchste Zeit für eine erste richtige Tour inkl. Übernachtung. Wir sprechen von Mitte April, wo es in den Nächsten schon noch Frost geben könnte. Diese Tage versprach der Wettergott aber sommerliche Werte. Also los. Die CRF 250 Rally mal mit Reisegepäck bergauf, bergab und mit nicht zu wenigen Offroadanteilen testen. Es ging zwar "nur" in den Harz, aber die 2-tages Tour hatte alles zu bieten. Viel Spaß bei meinem Reisebereicht von der Harzquerung, vom Nordwesten in den Südosten des Mittelgebirges ...

 Foto: Bisongehege, Stempelstelle HWN 86 bei Stangerode

                "ist Afrika schon so na am Harz ....?"

 

1. Tag

Streckenführung ohne Offroadanteile (kann google-maps nicht anzeigen...)

 

                                                                                                                                                                                                  

Mittwoch 18.04.2018, Abfahrt 10 Uhr

 

Vorbereitung, Umbaumaßnahmen, Zubehörbeschaffung, Testberichte ... hin und her, jetzt muss gefahren werden. Der erste Verladetest war meinerseits schon recht gut, wobei vorweggenommen ein Rucksack auf ganz langer Tour eher zur Last wird. Dann hier lieber eine zweite Gepäckrolle und der Rücken ist frei. Es sollte auf der Route aber auch gewandert und gestempelt werden. Harzer Wandernadel ....

 

Somit konnte ich aufgrund der Wärme schnell Jacke und Hose verstauen, auf Getränke und Essen zugreifen. Die beiden Seitentaschen unten an den Sturzbügeln bewiesen sich als erstklassige Allesschlucker. Je 2 x 1 Liter Benzin, Waschzeug, Büchsenbier, Erste Hilfe-Pack ... Ebenso der Tankrucksack für Gaskocher, Taschenlampen, Kerzen, Büchsenbier, Kamera, Wander- und Stempelkarten...

 

Die Gepäckrolle war reserviert für Zelt, Schlafsack, Isomatte, Decke und Plane. Auf längerer Tour werde ich hier auf die "Zweierregelung" gehen. Eine Nass- (Zelt, Regenkombi) und eine Trockenrolle (Schlafsack, Wäsche).

 

Per Knopfdruck brumte ich in Richtung Osten, Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt (ehemaliger Eisener Vorhang). Bundesstraßen und gar Autobahnen (gibt es im Harz garnicht...) vermied ich völlig!

Da war sie schon die Landesgrenze mit dem Teilungsschild bis 11. November 1989. Weiter über Ilsenburg, Darlingerode durchfuhr ich mit Wernigerode die letzte größere Stadt für die kommenden zwei Tage.

 

Erstes Zwischenziel war Elbingerode. Eine Harzstadt geprägt durch den Fels-Tagebau. Offroad war angesagt und auch zwei mal Stempeln. In der Woche ist der Harz weniger überlaufen, ja sogar stellenweise einsam.

 

Durch das Endurowandern (und nicht crossen) ist es möglich auch einige Waldstrecken im Harz zu befahren. Die Natur hat Vorrang! Wanderer und Förster werden freundlich gegrüst und tuckernd vorbeigefahren. Hierdurch habe ich mehr Offroadkilometer gefahren, als ich mir vorgestellt habe.

Bilder von links: Elbingerode im Oberharz Stempelstelle Galgenberg Nr. 38 - Tagebau Nr. 39 und die Fahrt durch den Tagebau bis Rübeland

Nein, keine Modeleisenbahnanlage ... Es handelt sich um den Stempelpunkt "Hoher Kleef HWN Nr. 88" mit einem traumhaften Blick über Rübeland.

 

Ich war angekommen, im Frühlingsmärchen Harz. Die Bäume blühten, sie Sonne strahlte stundenlang und eine Ruhe...

 

Aber das Orkantief "Friedericke" im Winter hinterlies gefühlt im Ostharz deutlich mehr Spuren. Beide Tage beschäftigten mich die massiven Baumstürze sowohl auf der Fahrstrecke wie auch auf den Wanderwegen.

 

Es ging weiter über die Rappbodetalsperre mit der längsten Hängebrücke Deutschlands ins Bodetal nach Altenbrak und Treseburg. Ein weiterer Halt war aufgrund der schönen Natur nicht verhinderbar.

Bilder von links: Anfahrt zur Rappbodestaumauer, längste Hängebrücke, Treseburg an der Bode, Baumstürze von Treseburg nach Allrode

Ein Hauptziel des 1. Tages war der Wippertalsperre mit der Stempelstelle 219. Von der Ortschaft Wippra führte eine ca. 5 km lange Offroadschotterstrecke direkt bis zur Staumauer. Diese Strecke ist übrigens ganz legal im Wanderheft als Anfahrt beschrieben und Verbotssschilder waren nicht zu sehen!

 

Umrüstung zum Wanderer. Die Mittagswärme war schon bald als Hitze zu bezeichnen. Es folgte eine ca. 4 km Wandererung um die Talsperre, immer wieder mit Baumstürzen als Hindernisse. Am Wanderschild sogar als derzeit nicht erwanderbar beschrieben. Aber auch als Nacktwanderweg ... Ein herrlicher Blick vom Stempelkasten auf die Talsperre (Bild).

Ein weiterer großer Höhepunkt im weiteren Streckenverlauf war zweifenlsohne das Bisongehege bei Stangerode. So etwas habe ich bisher nur in Idianerfilmen im Fernsehen oder Kino gesehen. Live im Harz ein Traum an Eindrücken. An der Wasserstelle musste ich Halten. "bin ich jetzt schon in Afrika...". (Bild)

 

Aber der Stempelpunkt brachte mich auch an meine Orientierungsgrenzen. Ich fand ihn einfach nicht. Auf einer Wiesenanhöhe wurde ich vor dem angeblichen Stempelkasten durch eine Schranke gebremst. Hier zeigte sich die gute Wendbarkeit der leichten CRF 250 Rally, inkl. Reisegepäck. Mit meinen Dickschiffen wäre ich heute noch dort oben...

 

Der Richtige Weg führte mich dann über die Wasserstelle zum Stempelkasten. Es folgte eine weitere traumhafte, ca. 4,5 km lange Offroadstrecke zum letzten Ettapelziel vor dem Nachtlager. (Stangerode nach Pansfelde vorbei am Stempel 205)

Ende des 1. Tages Harzcamp Bremer Teich

 

Ich war so langsam erschöpft, müde und wollte einfach nur mein Zelt aufbauen. 17 Uhr Ankunft an der Zufahrt zum Harzcamp. Einem See-Campingplatz oberhalb von Gernrode, 3 km von der Bundesstraße mitten im Wald gelegen.

 

Es war Vorsaison. Keine "Sau" zu sehen. Einige Dauercamper auf der anderen Seeseite wurden gesichtet. Selbst über die Telefonnummern an der Rezeption erhielt ich keine Verbindung. Aber ich hatte mit dem Chef am Vortage bereits telefoniert. Der Platz ist auf, du kannst kommen.

 

Ich baute zunächst mein neues Zelt auf. Lange habe ich gelesen, und mich für das Felen 2-3 Personen von HUSKY entschieden. Sehr leichtes aufbauen mittels 4 Alustangen. Im aufgebautem Zustand jederzeit versetzbar wegen der Sonnenlage halt ... Geräumig für 2 Personen oder halt als Endurowanderer 1 + Gepäck. Im kleinen Vorzelt (beidseitig zu begehen) ist eine Kochmöglichkeit bei Regen vorhanden. Das Innenzelt wird eingeknöpft und kann auch so beim Abbau belassen werden. Kocher, Geschirr etc. wurden beim ersten Kaffee auf seine Tauglichkeit getestet. Am Abend, nach dem Schwimmen IM SEE, folgten die Bratkartoffeln. Test bestanden! Gute Nacht und bis zum 2. Tag!

 2. Tag Streckenführung

 

Guten Morgen!!

 

Die Frühsonne lockte mich aus meiner ersten Nacht im neuen Zelt. Dass es bereits 08.15 Uhr war zeigte, dass ich die Nachtruhe lange genoss. Vor dem Frühstück (Kaffee und Marmeladenbrote) verlegte ich das Zelt zum Abtrocknen des Morgentaues auf eine sonnige und trockene Betonfläche. Hier zahlt sich die gute Technik des Zeltes mit der schnellen Umsetzmöglichkeit sehr gut aus.

 

Nach Schlüsselabgabe startete ich pünktlich um 10 Uhr vom Harz Camp wieder Richtung Süden. Alexisbad, ein wunscherschöner kleiner Harzort mit dem Bahnhof der Seleketalbahn war das Ziel, um die Köthener Hütte (HWN 195) zu erwandern.

Bild: nach dem Zeltumsetzen gab es Kaffee und Marmeladenbrote

 

Über einen kleinen Abstecher heraus aus dem Harz, wurde nach 240 km erstmals in Gernrode der Tank wieder aufgefüllt. Mit 6,7 Liter war ich wieder mal erstaunt über den geringen Durst der Rally trotz Gepäck, Berg- und Offroadfahrten!

 

Über Bad Suderode ging es zum letzten Stempelpunkt für meine Tour zurück in die Harzhöhen. Der Anhaltinische Saalstein (HWN 186) war das Ziel vom Sportplatz/Gasthaus Felsenkeller aus. Hier wurde ich erneut durch zahlreiche umgestützter Bäume auf dem stetig ansteigendem Wanderweg überrascht. Am Ziel wurde ich von einer tollen Aussicht belohnt. Nach dem Abstieg wurde an der Ankunft am Ausgangspunkt ein letztes Abschiedsfoto von der rundum gelungenen 2-tages Ostharz-Tour geschossen.

Bild: Blick auf Gernrode/Bad Suderode

Als entspannte und eindrucksvolle Rückfahrt zurück nach Niedersachsen/Bad Harzburg wählte ich weiterhin kurvenreiche Nebenstrecken in den Harzhöhen. Friedrichsbrunn - Allrode - Treseburg - Altenbrak - Rappbodetalsperre - Rübeland - Elbingerode - Wernigerode - Stapelburg - Landesgrenze - Bettingerode/Bad Harzburg.

 

Streckenführung Rückfahrt

                                                                                                                                                                                                   KM-Stand CRF 250 Rally:  3.010 km

 

                                                                                                              Bildergallerie:                                                                  


Mittwoch, 07.03.2018

 

Es geht wieder los - Der Winter ist ade´

 

Nach den winterlichen Bewegungsfahrten hieß es bereits am Samstag schon mal klar Schiff machen. Der erste hauch von Frühling nach der wochenlangen "Eiszeit" zeigte sich im Harzvorland.

 

Heute Mittag, nach dem Nachtdienst, zeigte das Thermometer steigende Werte von 8 bis 10 Grad je nach Sonnendauer - herrlich, endlich geht es wieder los ...

 

Spontan griff ich zur 250 Rally, die ich am Samstag noch nicht durchbewegt hatte. Meine Domi, AT und Transe starteten bereits tadellos ... die RALLY schloss sich heute mit einem Knopfdruck problemlos an!

 

Nein, eine längere Ausfahrt ... dafür hatte ich nicht die Laune. "Crossen" im Tiefsand war die Idee. Auf ging´s über die Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt und runter vom Asphalt. An der Flußdurchfahrt musste ich erstmals die Kamera rausholen. WASSER - EIS - SONNE und Moped waren die Elemente des ersten Frühlingsbildes, auf dem der hartnäckige Winter noch seine Spuren zeigte.

 

Weiter ging es zur angrenzende Sandgrube, die erstaunlich trocken war. Der "Eisschrank" mit der Sonne in den letzten Wochen, saugte förmlich die Feuchtigkeit aus dem Boden. Auf, auf in die Fußrasten - wieder ein herrliches Gefühl im stehen durch den Sand zu cruisen...

 

Sie hat begonnen, die herrliche Mopedzeit ...

 

                                                                                                                                                                                                    KM-Stand CRF 250 Rally: 2.808 km

alle Bilder stammen tatsächlich vom heutigen Tag!!!

02.- 04.02.2018

Motorrad-Messe Leipzig leider ohne Honda, BMW und Yamaha

 

Frühjahrsmessen dienen zur Vorstellung der zahlreichen Neuerscheinungen ... Hierbei wurde ich heute in Leipzig doch enttäuscht. Nein, mit der neuen 2018ér HONDA CRF 1000 Africa Twin Adventure "Sondereddition 30 Jahre AT" hatte ich nicht unbedingt gerechnet, aber dass überhaupt kein HONDA-Stand aufzufinden war, geht bei einer Motorradmesse doch garnicht. Ebenso habe ich YAMAHA und den "deutschen Überflieger" BMW mit Abwesendheit vermisst.

Mein Interesse lag natürlich bei den Enduro-Neuerscheinungen.

Mit den Neuerscheinungen ...

Royal Enfield Himalayan Suzuki V Strom 250 - Kawasaki Verseys X 300  bin ich etwas fündig geworden. Die neue 310er BMW GS, ebenso die HONDA CRF 250 L und Rally blieben mir leider verwehrt ...

Die Suzuki V-Strom 250 (248 ccm mit 25 PS 4-Takt Zweizylinder Reihenmotor) sah ich erstmals Live. Die optisch Baugleiche 650ér und 1000ér V-Strom sind ja aufgrund der höheren Nachfrage schon länger bei den Händlern zu finden. Nun heute erstmals eine rote 250er V-Strom. Zielstrebig ging es an den SUZUKI-Stand. Über das Heck, der Sitzbank, dem Tank führte mein Blick zum Lenker und dem Lenkkopf. Hier blieb mein Blick mit Enttäuschung stehen ... Nein. Die Gabelbrücke war so tief angesetzt, dass der Lenker extrem schwungvoll hochgezogen wurde. Dies geht für eine Enduro garnicht. Ein flacher Endurolenker ist nicht montierbar. Höchstens mit einer 40 oder 50mmm Lenkererhöhung. Für mich ein krasser Negativpunkt, auch wenn mich das Cockpit und der Windschild/Rundscheinwerfer-Kombination wieder erfreute. Aussagen zur Leistungsentfaltung des Motors konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Hier wird sie vermutlich nicht vor ihren Konkurenten stehen ...

Die Kawasaki Verseys x 300 mit ihren 296 ccm und 40 PS wurde als Testsieger in der MOTORRAD präsentiert. Sicher der stärkste Motor aber auch mit den höchsten Drehzahlen von über 10.000 U/min. Im Vergleich zur V-Strom der deutliche Sieger im gleichen Preissegment von rund 5.800,- €. GIVI hübschte die 300 Verseys mit Sturzbügel, Zusatzscheinwerfer, Handschützer und Koffersystem als reisefähige Kleinenduro schön auf. Hier klettert der Preis aber schnell an die 7.000,- € für eine 300er A2-Enduro ...

Mit der Royal Enfield Himalayan (411 ccm bei 25 PS Einzylinder luftgekühltem Motor) habe ich doch noch eine positive Überraschung entdeckt! Sie wird in Indien schon seit 2016 erfolgreich in großer Serie gebaut und gefahren. 2018, eine Woche vor der Leipziger Messe, führt das östereichisch/schweizer Unternehmen "KSR-Group" die Himalayan nun auch in Deutschland ein. Ich vermute eine Verzögerung aufgrund der Euro 4 Pflicht ab 01/2017. Meine Blicke staunten neben dem Listen-Preis von rund 4.500 Euro über die zahlreichen Extras, die bereits in Serie dabei sind!! Sturzbügel, Alu-Motorschutz, Seiten - und Hauptständer, Öl-Zusatzkühler, Windschild, Edelstahl Abgasanlage.

Einfacher Aufbau, wie ich es von meinen alten XL´s kenne. Ohne Plastikverkleidungen. Der Rahmen ist durchgängig sichtbar und alle Bauteile können ohne großem Aufwand erreicht werden. Sämtliche Bremsleitungen bestehen in Serie aus Stahlflexleitungen. Pirelli MT Endurobereifung in 21 und 17 Zoll. Halt typische Endurogröße. Na ja halt keine Upside-Down Gabel, Aluschwinge ... aber bei diesem Preis ....!!! Leider, dies störte  mich bei meinem 186 cm, beträgt die Sitzhöhe lediglich 800 mm. Der Soziussitz ist deutlich erhöht und mit der festen Fußrastenauslage auch  mit Sozius gut zu besetzen. Die Inder sind halt gegenüber den Europäern auch kleiner in ihrer Größe ... Vielleicht hilft hier eine Sitzaufpolsterung oder eine verstellbare Sitzerhöhung demnächst für Abhilfe. Als Vorführer und/oder gutem Verhandlungsgeschick, ist sicher ein Neupreis von rund 4.250 Euro zu erzielen! Damit ist die Enfield eine interessante Enduro im eigenstens Sinne ... Bin dann noch auf die Leistungsentfaltung aus ihren 411 ccm Motor gespannt...


24. Januar 2018             + 12 Grad              CRF 250 Rally           Strecke: 105 km

 

"Start in die Moped-Saison 2018 zum Benediktinerkloster Huysburg"

 

Das Kloster Huysburg ist ein Benediktinerkloster auf dem Huy, einem bewaldeten Höhenrücken nördlich des Harzes und neun Kilometer nordwestlich von Halberstadt im Harzkreis des Landes Sachsen-Anhalt.

 

Die ungewöhnliche Südwestströmung verschaffte Deutschland in diesen Januar-Tagen Temperaturen von über + 12 Grad. Zeit also, die Mopedsaison 2018 zu eröffnen. Die heutige Mopedwahl viel auf die CRF 250 Rally, an der ich gestern noch die Verkleidungsschutzbügel (Demo-Rally) montierte. Nach der Weihnachtstour war es die erste Tour am heutigen Nachmittag.

Die Strecke von Bad Harzburg zur Huysburg führte aus- schließlich über kleinste Land- und Kreisstraßen, abseits der Autobahn und Bundesstraßen.  Über Bettingerode - Eckertal erreichte ich die Landesgrenze Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.

Auf dem Erinnerungsstein wurde auf die Maueröffnung am 11.11.1989 erinnert.

Eine liebevolle Bronzestatur zeigt zwei Deutsche "Hand in Hand" zwischen dem geöffneten Grenzzaun.


Von Stapelburg ging es weiter über Veckenstedt, Wasserleben, Langeln nach Zilly. Hierbei handelt es sich um typische kleine Vorharzdörfer, in denen der Charme der DDR-Vergangenheit immer wieder noch zu sehen ist. In Zilly befindet sich das über die Region hinaus bekannte Technik-Museum "Harzer Bike Schmiede", welches ich selbst bisher nur aus den verschiedensten Medien mit aufgestellten Rekorden kannte. Im Sommer werde ich sicher dort auch mal hinter die Tore schauen ...

Von Zilly aus wurde die Bundesstraße 79 (Wolfenbüttel - Halberstadt) überquert und es ging weiter nordöstlich in den 315m hohen Höhenzug des Huy. Einige Sepentinen und 7 % Steigung überraschten mich freudig. Hier oben im lichten Wald war die Straße noch recht feucht und wieder unten in Huy-Neustadt wurde ich mit altem Kopfsteinpflaster empfangen. Über Dingelstedt ging es wieder über Sepentinen hinauf in den Huy Richtung Halberstadt. Oben im Wald führte rechts ab der Weg zum Benediktiner Kloster. Hier wurde ich positiv von dessen Restaurations-zustand überrascht. Auch ein Ort, wo ich immer Sommer mit Sohn und/oder Sozius noch einmal hin muss. Eine schöne Holzgarnitur vor der Klostermauer lies mich noch kurz verweilen, bevor ich in der Dämmerung meine erste Tour 2018 wieder in Bad Harburg beendete.

 

Tourlänge: ca. 105 km                                                                                                                                                          KM-Stand CRF 250 Rally:   2.760 km


keine Angst, es geht immer weiter mit Wander- und Reiseberichten ...